Studie sieht Entwicklungspotenzial für Pharmaindustrie im Web 2.0

80 Prozent der 25 weltweit größten Pharmaunternehmen beschäftigen sich in Deutschland mit dem Thema Blogging. Nur dreizehn Prozent sind jedoch wirklich aktiv und betreiben einen eigenen Blog im Internet. Lohnt sich das Engagement?

Die Nachfrage nach interaktiver Beteiligung im Netz steigt. Bereits 2004 informierten sich zehn Millionen Deutsche auf Gesundheitswebsites mit integrierten Blogs über Krankheiten, Nebenwirkungen bei Medikamenten und Alternativtherapien. Das entsprach 30 Prozent der deutschen Internetbesucher.

Der Untersuchung der Juwi MacMillan Group zufolge haben bislang aber nur wenige in Deutschland tätige forschende Pharmaunternehmen diesen Trend erkannt und sind mit eigenen Blogs aktiv. Neben der Bayer AG, Pfizer und Lilly hat vor allem GlaxoSmithKline einen Teil seiner Gesundheitswebsites mit Blogangeboten versehen. Vor allem Internetplattformen für Betroffene von chronischen Erkrankungen wie Asthma, Parkinson und Multiple Sklerose wurden mit interaktiven Angeboten wie Blogs, Chats und Hotlines ausgestattet. Besonders chronisch Kranke suchen den Austausch mit Gleichgesinnten und vernetzen sich, um Erfahrungen zu teilen. Der Bedarf ist aber bei weitem noch nicht gedeckt.

Das geringe Engagement seitens der Pharmaindustrie bei gleichzeitig wachsenden Bedarf in der Bevölkerung führt zunehmend dazu, das externe Anbieter wie Google, Yahoo und selbst die Telekom in den Markt drücken, obwohl Gesundheitsthemen keinesfalls zu ihren Kernkompetenzen gehören und sie über keine pharmakologische Erfahrungen verfügen. Wer Gesundheitsthemen jetzt besetzt und Networking ermöglicht, so das Fazit der Untersuchung, stellt eine persönliche und langfristige Kundenbindung zu den Zielgruppen her und gewinnt darüber hinaus zum Teil sehr detaillierte Informationen über die Wünsche seiner Kunden. Auch Krisen-Blogs, die nur bei Bedarf wie im Falle einer Produktkrise frei geschaltet werden, bieten Vorteile: Einmal beantwortete Kundenanfragen stehen zugleich allen anderen Interessierten zur Verfügung. Der Informationsfluss wird durch die Betroffenen selbst geregelt.

Über zwei Jahre lang hat die auf crossmediale Healthcare-Kommunikation spezialisierte Marketing- und PR-Agentur Juwi MacMillan deutsche Webangebote von forschenden Pharmaunternehmen auf ihre interaktiven Gestaltungsmöglichkeiten hin untersucht. In diesem Zeitraum wurden zahlreiche Studien zum Thema Blogs in der Gesundheitskommunikation  ausgewertet und mehr als 200 Blogs regelmäßig auf Einträge zu Pharmaunternehmen und Medikamente untersucht.

Zu den Schwerpunkten der Analyse zählte neben dem Nutzen, den Erfolgsfaktoren und dem sinnvollem Einsatz von internen und externen Blogs auch die Evaluation von Best Practice Beispielen von Pharmaunternehmen in Deutschland. Nachgegangen wurde außerdem der Frage, wie verschiedene Zielgruppen (Blogger, Nur-Leser, Journalisten) Web 2.0 nutzen und welche Rolle Blogs in der Krisen-PR spielen. Die Juwi MacMillan Group gehört zu den TOP-Anbietern im Bereich Web 2.0-Kommunikation.

Pressekontakt:

Juwi MacMillan Group GmbH: Birgit Russell, E-Mail: birgit.russell@juwimm.com,
Tel.: +49 (0) 51 62 - 98 15 - 12

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